Potenziale

Schon unsere Vorfahren haben sich an den Lebensadern ihrer Zeit, Flüssen und Handelswegen, angesiedelt. Die Verbandsgemeinde (VG) Rheinböllen profitiert von der A 61 und der B 50 als solchen wirtschaftlichen „Lebensadern“ und kann diesen Nutzen bei einer Fusion mit der VG Simmern weiter ausbauen.

 


A61

 

 

Die Gewerbegebiete entlang der A 61 in Waldlaubersheim, Stromberg, Rheinböllen , Wiebelsheim/Laudert und Dörth wurden an den jeweiligen Autobahnausfahrten platziert und sind wegen ihrer exponierten Lage bei Investoren auf großes Interesse gestoßen. Es siedelten sich Gewerbebetriebe an, welche die Bedürfnisse der Bevölkerung in der unmittelbaren Umgebung bedienen oder Betriebe, die den Standort ausschließlich wegen der direkten Autobahnanbindung gewählt haben. Ein Schema, nach welchem sich die Gewerbegebiete entlang der A 61 hinsichtlich ihrer Erzeugnisse oder Handelswaren gegenseitig ergänzen oder fördern, ist nicht zu erkennen. Sogenannte Synergieeffekte (gem. Duden „positive Wirkung, die sich aus dem Zusammenschluss oder der Zusammenarbeit zweier Unternehmen ergibt“), wie vom Verbandsbürgermeister in seiner Präsentation vom 12.04.2017 erwartet, waren und sind entlang der A 61 nicht zu erkennen.

 

 

B50

 

Anders sieht es bei den Gewerbebetrieben entlang der autobahnähnlich ausgebauten B 50 aus. Hier dominieren die metallverarbeitenden Betriebe, seien es die personalstarken Autozulieferer TEVES in Rheinböllen oder BOGE in Simmern, der Kompressorenhersteller Denver Gardner oder der Erntemaschinenbauer ERO. In ihrer unmittelbaren Nähe haben sich deren Zulieferer, Endkontrolleure, Reinigungsfirmen, Reparatur- oder Wartungsbetriebe angesiedelt und weitere Arbeitsplätze geschaffen. Die großen metallverarbeitenden Betriebe stocken Ihr Personal bedarfsorientiert aus dem Pool verschiedener in der VG Simmern und in der VG Rheinböllen ansässigen Zeitarbeitsfirmen auf. Hinsichtlich der B 50 kann man also bereits heute von Synergieeffekten sprechen. Auch der bundesweit tätige Fertighaushersteller DFH, die überregional agierende Bauunternehmung Thomas und viele andere Betriebe bieten entlang der B 50 auf lange Sicht sichere Arbeitsplätze.

 



 

Viele Arbeitnehmer finden in der einen Verbandsgemeinde Arbeit, wohnen aber in der jeweils anderen Verbandsgemeinde. Noch in den 70-iger Jahren holte die Rheinböller Firma TEVES ihre Arbeitnehmer mit eigenen Bussen aus der VG Simmern und aus der VG Kirchberg am jeweiligen Wohnort ab. Nicht selten arbeiten heutzutage Söhne oder Töchter bei den früheren Arbeitgebern ihrer Mütter oder Väter. Der CDU Gemeindeverband Simmern schreibt in seinem aktuellen Positionspapier zu einer möglichen Fusion der VG Rheinböllen und der VG Simmern, dass ca. 12.000 Arbeitnehmer in dieser neuen Verbandsgemeinde ihren Wohn- und Arbeitsort hätten und 1.325 Betriebe (davon 41 mit mehr als 50 Beschäftigten) in dieser neuen Verbandsgemeinde beheimatet wären.

 


Fazit

 

Hierbei darf man auch nicht vergessen, dass die Kommunen und folglich deren Bürger von den wirtschaftlichen Erfolgen der Firmen in Form der Gewerbesteuer profitieren. Eine fusionierte Verbandsgemeinde aus Simmern und Rheinböllen stellt wirtschaftlich und kommunalpolitisch eine Macht innerhalb des Rhein-Hunsrück-Kreises dar und sorgt nachhaltig für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen in Wohnortnähe.

 

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